Mitgliedschaft in Gesellschaften

Qualität in Forschung und Lehre durch Austausch

Wir vom Zentrum für angewandte Gesundheitswissenschaften (ZAG) sind überzeugt, dass nur durch einen interdisziplinären und multiprofessionellen Austausch eine hohe Qualität in Forschung, Lehre und Praxis aufrechterhalten, gefördert und gesichert werden kann. Aus diesem Grund sind wir als ZAG und mit unserem Master of Public Health Mitglied in verschiedenen nationalen und internationalen Public Health Gesellschaften. Auf diese Weise bleiben wir stets informiert über aktuelle Erkenntnisse und Geschehen und Entwicklungen im Bereich der Prävention und Gesundheitsförderung. Wir wollen die öffentliche Gesundheit aktiv mitgestalten – die Mitgliedschaften in diesen Verbänden ermöglicht uns genau das.

Auch unsere Studierenden können davon profitieren. Denn auf diese Weise gewährleisten wir nicht nur eine enge Anbindung an die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse, sondern ermöglichen auch den Zugang zu Informationen über Fachtagungen, Kongresse, Ausschreibungen und Projekte.



DGPH - Deutsche Gesellschaft für Public Health

Die Deutsche Gesellschaft für Public Health (DGPH) ist ein interdisziplinärer und multiprofessioneller Zusammenschluss von Institutionen, Organisationen und Fachgesellschaften zu Public Health in Deutschland. Als Dachgesellschaft setzt sich die DGPH seit 20 Jahren für eine Stärkung von Public Health in Forschung, Lehre, Politik und Praxis ein.

Eine zunehmende gesundheitliche Ungleichheit, gesundheitliche Folgen der Veränderungen in der Arbeitswelt, die Zunahme von Antibiotikaresistenz oder die Konsequenzen des Klimawandels sind nur einige der Themen, mit denen sich Public Health beschäftigen muss. Die DGPH bringt sich in diesem Zusammenhang aktiv über ihre Mitglieder in die Entwicklung von Public Health in Forschung, Lehre, Politik und Praxis ein. Sie kooperiert darüber hinaus international mit den Lehr- und Forschungseinrichtungen im Bereich Public Health, wie zum Beispiel mit dem MPH für Prävention und Gesundheitsförderung und dem Zentrum für angewandte Gesundheitswissenschaften (ZAG) an der Leuphana Universität Lüneburg.

HOGE - Kooperationsverbund Hochschulen für Gesundheit e.V.

Der Kooperationsverbund "Hochschulen für Gesundheit e.V." (HOGE) entwickelt hochschulübergreifende Initiativen zur Verbesserung der Hochschul-Bildung für Gesundheitsberufe und fungiert hierbei als ein gesundheitspolitisches, bildungspolitisches und hochschuldidaktisches Innovationsprojekt. Zu den Mitgliedern des Verbundes zählen gegenwärtig 41 Hochschulen und Universitäten mit gesundheitswissenschaftlichen Studiengängen in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz und zahlreiche persönliche Mitglieder. Auch wir von der Leuphana Professional School sind mit unserem Studiengang MPH Prävention und Gesundheitsförderung Mitglied der HOGE.

Der HOGE Kooperationsverbund definiert für die Ziele der Zusammenarbeit seiner Mitglieder vier Leitbilder auf verschiedenen Ebenen:

Gesundheitspolitische Ebene:
a.    Förderung der gesundheitlichen Selbstbestimmung der Menschen in allen Bereichen des Gesundheitswesens,
b.    Stärkung der gesundheitlichen Primärversorgung,
c.    Entwicklung regionaler Hochschulen für Gesundheit.

Bildungspolitische Ebene:
a.    Demokratisierung des Gesundheitswissens,
b.    Aufbau einer gemeinsamen gesundheitswissenschaftlichen Wissensbasis für die Ausbildung der Gesundheitsberufe,
c.    Entwicklung einer vertikalen und horizontalen Durchlässigkeit gesundheitswissenschaftlicher Studiengänge.

Didaktische Ebene
a.    Einbeziehung aller geeigneten Wissensquellen und Lernmöglichkeiten,
b.    Unterstützung multiprofessioneller Zusammenarbeit,
c.    Förderung reflexiver Entscheidungs- und Handlungskompetenzen.

Kooperationsebene der HOGE-Mitglieder
a.    Bestmögliche Praxis als Zielorientierung,
b.    Fairer Austausch und Zugewinn für die Projekt-Partner durch gemeinsame Ressourcen-Optimierung,
c.    Nachhaltige und entwicklungsfähige Strukturbildungen.

ASPHER - Association of Schools of Public Health in the European Region

Der Verband der Schulen von Public Health in der Europäischen Region (ASPHER) ist eine wichtige unabhängige europäische Organisation. Sie hat sich der Stärkung der Rolle der öffentlichen Gesundheit - durch Verbesserung der Aus- und Fortbildung von Angehörigen des Gesundheitswesens sowohl in der Praxis als auch in der Forschung - verschrieben.

Hierbei ist ASPHER eine Mitgliedsorganisation von Institutionen, die über die gesamte Europäische Region der WHO verteilt sind. Gemeinsam beschäftigen sich diese Institutionen mit der allgemeinen und beruflichen Bildung und Professionalisierung von Personen, die dem öffentlichen Gesundheitswesen angehören. ASPHER unterstützt Aktivitäten, die den Austausch von Informationen und bewährten Praktiken unter ihren Mitgliedern fördern, um hohe Standards für die öffentliche Gesundheitserziehung und -ausbildung in ganz Europa zu erreichen.

Hierbei sind die Hauptaufgaben der ASPHER folgende:

  • Unterstützung der Professionalisierung von Arbeitskräften im öffentlichen Gesundheitswesen in Europa unter Berücksichtigung der Vielfalt nationaler und regionaler Kontexte sowie
  • Förderung des Aufbaus von Kapazitäten im Bereich der öffentlichen Gesundheit, damit ein Gleichgewicht für die Gesundheit der Bevölkerung in den Mitgliedstaaten und in Europa hergestellt werden kann.

Die Mitgliedsinstitutionen, zu denen auch der MPH Prävention und Gesundheitsförderung gehört, sollen bei der Erfüllung ebendieser Aufgaben unterstützt werden. In diesem Zusammenhang sollen

  • Modelle für die öffentliche Gesundheitserziehung und –ausbildung entwickelt werden,
  • strukturierte Verfahren zum Austausch evidenzbasierter Modelle der öffentlichen Gesundheit gefördert werden sowie
  • Koalitionen mit anderen Programmen und Organisationen des Gesundheitswesens aufgebaut werden, um die öffentliche Gesundheit zu verbessern.

Hierbei liegt der Schwerpunkt auf der Einführung hoher Standards in der öffentlichen Gesundheit und Bildung und der Verbesserung der Qualität der Arbeitskräfte im Gesundheitswesen in Europa sowie seiner Wettbewerbsfähigkeit global. Ein Ziel, mit dem sich auch der MPH Prävention und Gesundheitsförderung identifiziert.

ENETOSH - The European Network Education and Training in Occupational Safety and Health

Das Europäische Netzwerk für Aus- und Weiterbildung in Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (ENETOSH) bietet eine Plattform für den systematischen Wissensaustausch zu Fragen der Aus- und Weiterbildung im Bereich Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Das Netzwerk wurde mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Kommission im Rahmen des Programms LEONARDO DA VINCI eingerichtet und begann mit 13 Partnern aus 10 Ländern. Mittlerweile besteht das Netzwerk aus 89 Mitglieder aus 36 Ländern. Die Leuphana Universität fungiert hierbei über das Zentrum für angewandte Gesundheitswissenschaften (ZAG) als aktives und federführendes Mitglied im Bereich der Verbreitung und Implementierung der “Guten gesunden Schule” (siehe weiter unten).


Das grundlegende Ziel von ENETOSH ist es, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in Bildung und Ausbildung zu integrieren. Hierbei wird davon ausgegangen, dass die Einbeziehung von Arbeitsschutz in die allgemeine und berufliche Bildung dazu beitragen wird, die allgemeine Qualität der Bildung zu verbessern und den Weg für die Entwicklung einer Präventionskultur zu ebnen. Der Gedanke, dass Sicherheit und Gesundheit integraler Bestandteil des lebenslangen Lernens sind, leitet die Arbeit von ENETOSH, weshalb er alle Bereiche der Bildung umfasst: Vom Kindergarten bis zur Schule, berufliche Erstausbildung, Hochschulbildung bis hin zu beruflicher Weiterbildung.


Der neue strategische Rahmen von ENETOSH (2018) umfasst hierbei vier Arbeitsausschüsse:

  1. Verbreitung und Implementation der “Guten gesunden Schule” international (Federführung Leuphana Universität & UK NRW),
  2. Integration von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit in die Hochschulbildung (Federführung Universität Girona & Universität Brighton),
  3. Resilienz von Netzwerken (Federführung EU OSHA) und
  4. Bedeutung der Integration von Sicherheit und Gesundheit in die Bildung auf der politischen Agenda erhöhen (Federführung Gewerbeaufsicht Portugal und das IAG).

Die Datenbank von ENETOSH enthält aktuell 889 Beispiele guter Praxis aus 51 Ländern zur Integration von Sicherheit und Gesundheit in Bildungs- und Lernprozesse in den unterschiedlichen Lebensphasen. Im Februar 2018 wurde der Datenbestand im Rahmen einer empirischen Studie systematisch ausgewertet und daraus abgeleitete Empfehlungen für politische Entscheidungsträger und Praktiker gegeben.
 

EUPHA - The European Public Health Association

Der Europäische Verband für Public Health (EUPHA) ist eine Dachorganisation für öffentliche Gesundheitsverbände und -institute in Europa. Sie wurde 1992 von 15 Mitgliedern aus 12 Länder gegründet und ist mittlerweile auf 81 Mitglieder aus 47 Ländern gewachsen.

EUPHA ist eine internationale, multidisziplinäre wissenschaftliche Organisation, die rund 19.000 Public-Health-Experten für den fachlichen Austausch und die Zusammenarbeit in ganz Europa zusammenbringt. Die Förderung eines multidisziplinären Ansatzes für die öffentliche Gesundheit steht hier im Fokus. Ziel ist es, die Gesundheit und das Wohlbefinden zu verbessern und gesundheitliche Ungleichheiten für alle Europäer zu verringern.

Die EUPHA engagiert sich für die Zusammenarbeit mit europäischen und internationalen zwischenstaatlichen und nichtstaatlichen Organisationen sowie nationalen Instituten und Organisationen, um zur Verbesserung der gegenwärtigen und zukünftigen Gesundheit in Europa beizutragen. Nachhaltige Fortschritte in den Bereichen der öffentlichen Gesundheit und von Gesundheitsdiensten können nur durch Zusammenarbeit erreicht werden. Deshalb ist der MPH Prävention und Gesundheitsförderung Mitglied bei der EUPHA, um Teil dieses Prozesses zu sein und aktiv an der Zukunftsgestaltung mit zu wirken.