„Zirkuläres Wirtschaften“: Christian Adler – Digitaler Zwilling

17.06.2024 Der Informatiker entwickelte eine Software-Lösung, die die Kreislauffähigkeit von Produkten messbar macht. Das nötige Wissen zu Circular Economy eignete er sich an der Leuphana Professional School an. Interessierte haben die Möglichkeit, sich beim Online-Infoabend am 20. Juni 2024 über Weiterbildungsprogramme an der Leuphana Professional School zu informieren.

„Je länger ein Produkt und von je mehr Menschen es genutzt wird, desto besser für die Umwelt“, erklärt der Informatiker. ©Peter Nitsch
„Je länger ein Produkt und von je mehr Menschen es genutzt wird, desto besser für die Umwelt“, erklärt der Informatiker.

Der Kauf eines Produkts dauert oft nur einen Klick. „Aber wenn wir über die Rückgabe, die Wiederverwendung und das Recycling nachdenken, sind wir zwanzig Jahre zurück“, sagt Christian Adler. Der Informatiker gehört zu den Gründern des Start-up „LoopID“. Ziel des Unternehmens ist es, zirkuläre Geschäftsmodelle anwenderfreundlich und wirtschaftlich profitabel zu gestalten. Dazu haben die Gründer eine App entwickelt, die einen digitalen Produktzwilling mit allen relevanten Informationen etwa zu Materialeigenschaften und Recyclebarkeit enthält. „Die Zweitverwertung von Produkten wird immer relevanter. Wir helfen Herstellern und Marken physischer Produkte, die Transformation von der linearen hin zu einer zirkulären Wirtschaft erfolgreich zu bewältigen. Je länger ein Produkt und von je mehr Menschen es genutzt wird, desto besser für die Umwelt“, erklärt Christian Adler.

Vor der Gründung war der Informatiker in einer Unternehmensberatung tätig. Circular Economy interessiert ihn aber schon länger: „Sustainability ist ein Steckenpferd von mir. Meine Familie achtet auf eine nachhaltige Lebensweise. Das hat mit unserem Wertesystem zu tun“, erklärt Christian Adler. Er entwickelte mit zwei Partnern die App und sah sich nach Weiterbildungen zum Thema „Zirkuläres Wirtschaften“ um: Seine Frau belegte an der Leuphana Professional School bereits das Zertifikatsprogramm „Sustainable Reporting & Accounting“. Christian Adler erlebte, wie sie von der Weiterbildung profitierte und bewarb sich selbst an der Professional School.

Mittlerweile hat der Informatiker das Zertifikat abgeschlossen: „Durch das Studienprogramm konnte ich mir das nötige Wissen in kürzester Zeit aneignen. Die Inhalte waren hervorragend kuratiert und ich habe Einblicke in aktuelle Forschungsfelder gewonnen. Das Programm ist stark anwendungsorientiert. Deshalb konnte ich Themen aus unserem Start-up einbringen. Das Feedback war sehr hilfreich“, berichtet Christian Adler. Während des sechsmonatigen Studienprogramms konnte der Gründer zudem viele Expert*innen im Bereich des Nachhaltigkeitsmanagements kennenlernen und sich ein Netzwerk aufbauen: „Die Community rund ums Zirkuläre Wirtschaften ist noch klein, aber sie wächst.“

Das Zertifikat „Zirkuläres Wirtschaften“ führt in die grundlegenden Strategien, Konzepte und Instrumente ein, um zirkuläre Produkte und Dienstleistungen zu gestalten und in neuen Geschäftsmodellen erfolgreich umzusetzen. Studierende entwickeln gemeinsam mit Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis eine nachhaltige, Zirkularität konsequent berücksichtigende Geschäftsstrategie. Es ist eins von insgesamt fünf berufsbegleitenden Online-Zertifikaten des Centre for Sustainability Management (CSM) zu aktuellen Themen im Nachhaltigkeitsmanagement von Sustainability Reporting & Accounting, Nachhaltigem Lieferkettenmanagement, Dekarbonisierungsmanagement bis zu Nachhaltigkeitsmanagement im Sport.