Ein neuer Blick auf das, was Lernen sein kann

Erfolgreicher Start des berufsbegleitenden Zertifikatstudiengangs EdTech Product Management

28.01.2026 Von spielerischen Lern-Apps über Virtual Reality bis zu KI-gestützten Lernwerkzeugen - digitale Bildungslösungen gehören zu den zentralen Zukunftsfeldern unserer Wissensgesellschaft und entwickelt sich in rasantem Tempo weiter. Neue technologische Möglichkeiten, veränderte Lerngewohnheiten und steigende Anforderungen an Flexibilität und Individualisierung treiben Innovationen in der Bildungsbranche kontinuierlich voran.

©Stephanie Wössner
Stephanie Wössner lehrt im berufsbegleitenden Zertifikat EdTech Product Management das Modul "Zukunft und Lernen".

Genau da setzt das berufsbegleitende Zertifikatsstudium EdTech Product Management der Leuphana Professional School an, das Anfang Oktober zum ersten Mal gestartet ist. Mitarbeitende großer Schulbuchverlage, aktuelle oder ehemalige Lehrkräfte, Freiberufler*innen und Mitarbeitende von Unternehmen, die anderweitig mit dem Feld digitale Bildung zu tun haben – so unterschiedlich sind die Backgrounds der aktuellen Studierenden. Das hält Steffi Wössner, Lehrende des ersten Moduls “Zukunft und Lernen” für eine große Stärke der Kohorte: „Was mich am meisten inspiriert hat: zu sehen, wie aus ganz unterschiedlichen Perspektiven echte Gestaltungskraft entsteht. Wenn Menschen gemeinsam fragen, wie Lernen zukunftsorientiert gestaltet werden kann, dann ist das mehr als Produktentwicklung – dann beginnt die Transformation des Lernens.” 

Darum soll es in ihrem Modul auch gehen: Die menschenzentrierte Entwicklung digitaler Lernlösungen, die an tatsächlichen Bedürfnissen und Herausforderungen des Bildungssystems ansetzen und Lösungen für Lehrende und Lernende anbieten. Dafür schickt sie die Studierenden in Gruppen auf eine Design-Thinking-Reise, auf der sie in mehreren Schritten eine Idee für eine EdTech-Anwendung entwickeln und immer weiter konkretisieren. Flankiert wird diese Reise von Inputs verschiedener Expert*innen aus der Praxis. Für viele war die Design Thinking-Methode ein ungewohnter Modus Operandi, auf den sich dennoch alle Studierenden eingelassen haben: „Mich hat beeindruckt, mit welcher Offenheit, Tiefe und Kreativität die Teilnehmenden in die gemeinsame Arbeit eingestiegen sind”, so Steffi Wössner. 

Ende November haben die Gruppen ihre Ergebnisse präsentiert und Steffi Wössner war begeistert: „Die entwickelten Konzepte zeigen, dass Produktentwicklung und pädagogische Haltung sich nicht ausschließen müssen – im Gegenteil.Für mich war es besonders wertvoll zu erleben, wie aus Vielfalt echte Co-Kreation wurde: Unterschiedliche Perspektiven aus Schule, Verlag, Weiterbildung und freier Praxis haben sich gegenseitig inspiriert.“

Zertifikatsleiter Prof. Dr. Torben Schmidt sieht es ähnlich: „Es ist beeindruckend, wie die Studierenden in kurzer Zeit in ihren Teams das im Modul Gelernte in innovativen Ideen und Produktkonzepten für digitale Lernlösungen praktisch umgesetzt haben. Die entwickelten Konzepte für digitale Lern-Apps im Bereich zukunftsorientiertes Lernen zeigen nicht nur technisches Können, sondern auch ein tiefes Verständnis dafür, wie Lernprozesse in einer digitalen Welt effektiv, motivierend und nachhaltig gestaltet werden können.“ 

Auch auf Studierendenseite steht ein sehr positives Fazit unter diesem ersten Modul: „In nur sieben Wochen haben vier Kommiliton*innen und ich eine Bildungs-App konzipiert, obwohl das keine*r von uns schon einmal gemacht hat. [...] Hinter uns liegen nervenaufreibende Abendsessions, aber herausgekommen ist ein Prototyp mit verspielten und liebevollen Details”, berichtet Teilnehmerin Leonie stolz. Doch nicht nur im Ergebnis, sondern auch im Prozess stand der Mensch im Mittelpunkt: „Das Modul war nicht nur sehr ressourcenorientiert, wir waren schließlich auf die jeweiligen Stärken der Gruppenmitglieder angewiesen. Ich konnte auch längst vergessene Kompetenzen wiederentdecken, etwa mein Gespür für Design-Konzepte, und meine Imaginationsfähigkeit neu-entdecken („Leonie, du siehst die Dinge immer so vor dir“). Das war unheimlich schön.”  

Insgesamt steht also bei allen Beteiligten ein positives Fazit unter dem ersten Durchgang des Moduls “Zukunft und Lernen”. Steffi Wössner fasst es so zusammen: „Das Modul war nicht nur der Startpunkt des Studiengangs, sondern vielleicht auch für viele ein neuer Blick auf das, was Bildung heute und morgen sein kann.” Und damit starten die Studierenden mit den besten Voraussetzungen in das nächste EdTechProduct Management Modul “Daten und Lernen”.

Ich konnte längst vergessene Kompetenzen wiederentdecken, etwa mein Gespür für Design-Konzepte, und meine Imaginationsfähigkeit neu-entdecken. Das war unheimlich schön.
EdTech Studentin Leonie Feix
©Leonie Feix
Es ist beeindruckend, wie die Studierenden in kurzer Zeit in ihren Teams das im Modul Gelernte in innovativen Ideen und Produktkonzepten für digitale Lernlösungen praktisch umgesetzt haben.
EdTech Leitung Prof. Dr. Torben Schmidt
©Leuphana